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Schauen wir nochmal kurz zurück: Seit 2002 bist du ja Endorser für Istanbul Mehmet Cymbals. Diese Marke ist ja in Deutschland nicht ganz so bekannt. Wie bist du zu diesem Endorsement gekommen, was ist an Istanbul Mehmet Cymbals das Besondere für dich?

Ich habe eine Studiosession für ein abgefahrenes Trio gehabt. Das ganze hat im Studio von Peter Sonntag von Final Virus stattgefunden. Die hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch einen anderen Schlagzeuger. Wie es der Zufall so wollte, war an dem Tag an dem ich eingetrommelt habe der Produkt Manager von Musik Wein, dem deutschen Vertrieb von Istanbul Mehmet, bei Peter zu Gast. Der hat mich dann spielen gehört und war wohl sehr angetan von dem was er gehört hat. Kurze Zeit später kam dann das Endorsement Angebot..und auch das, bei Final Virus als Drummer einzusteigen. Wie sagt man so schön, zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Ich mag besonders diesen leicht „trashigen“, orientalen Klang der Istanbul Becken. Sie klingen sehr individuell und ein wenig geheimnisvoll. Ausserdem gibt es eine große Auswahl an Effektbecken wie Splashes, Chinas, Bells.. alles Sounds die ich besonders mag und oft in mein Spiel einbinde. Ich konnte mir jedes einzelne Becken meines Set-ups persönlich aussuchen und somit meine Klangvorstellungen verwirklichen..besser geht es kaum.


Anfang 2006 bist du auch noch DW Endorser geworden. Nach welchen Kriterien hast du dein neues Setup gebaut, was ist dir an deinem Set wichtig, welchen Sound muss DEIN Drumkit haben?

Bei Two Dollar Haircut sind wir auf „A“ gestimmt, also SEHR weit runter. Deswegen habe ich mich für kleinere Trommeln entschieden (8,10,12,14) die sehr viel Attack haben. Es heißt ja gerne mal, für Rock und Metal braucht man große, tiefe Toms..aber im Tieftongeballer würde sich das einfach nicht durchsetzen. Bei der Bassdrum habe ich mich für das Format 20x18 entschieden um auch da mehr Attack und Rebound zu bekommen. Bei einer großen, tief und fett klingenden Bassdrum würde man die vielen, schnellen Anschläge nicht mehr definiert hören. Was Snares angeht, da ist alles im Programm von Holz, über Aluminium bis Acryl. Je nachdem was die Stituation erfordert, wird das entspechende Exemplar eingepackt. Meistens benutze ich aber eine 13“ Aluminium Snare.

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Interview von Stefan Fischer 2007
Interview by Stefan Fischer 2007

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Bodo erst einmal vielen Dank für deine Zeit.

Wer das drummerforum.de kennt, der findet früher oder später einen Song deiner Band Two Dollar Haircut. Neben dieser Band bist du auch noch als Drummer bei Last One Dying, Recbow und Final Virus aktiv. Alles in allem nicht gerade wenig! Welche Projekte stehen für die Bands dieses Jahr an – was steht 2007 für dich an, was hast du vor?

Wir haben mit Two Dollar Haircut ein neues full length Album aufgenommen, welches dann hoffentlich bald veröffentlicht wird, sowas zieht sich leider oft hin. Zur Zeit sind wir damit beschäftigt Konzerte zu buchen, um das neue Material live vorzustellen. Des weiteren habe ich mit Last One Dying gerade eine 4 track EP veröffentlicht und auch da geht es jetzt bald auf die Bühnen. 2006 habe ich viel Zeit in Studios verbracht, 2007 werde ich hoffentlich viel live unterwegs sein. Recbow nimmt sich grad eine kreative Auszeit, da alle Mitglieder der Band zur Zeit mit anderen Projekten eingespannt sind. Peter Sonntag, der Bassist und Produzent von Final Virus hat momentan sehr viel in seinem Studio zu tun, von daher läßt sich schwer abschätzen, was 2007 für dieses Projekt bringen wird. Im Moment fokussiere ich meine Arbeit auf Two Dollar Haircut und Last One Dying.


Bleibt bei so vielen Bands noch Zeit für andere Dinge außer Musik?

Absolut! Das wäre auch schlimm wenn nicht! Klar dreht sich in meinem Leben fast alles um Musik, aber ab und zu ist es einfach wichtig den Kopf frei zu bekommen und sich Zeit abseits von der Musik zu nehmen. Ich lebe nun seit fast 2 Jahren mit meiner (inzwischen) Verlobten zusammen, da ist mir natürlich wichtig auch mit ihr viel Zeit zu verbringen. Früher bin ich am Wochenende oft Party machen gewesen, das tue ich nun viel seltener. Stattdessen verbringen wir lieber mal einen netten Abend zu Hause, mit einem guten Glas Rotwein, ein paar DVDs oder dem von uns heiß geliebten Trivial Pursuit ;o) Ausserdem sind wir große Eishockey Fans. Wir haben extra einen Digitalreceiver angeschafft, damit wir die NHL Spiele verfolgen können..da verbring ich auch mal so manche Nacht vor der Glotze wegen der Zeitverschiebung. Ansonsten schmeiß ich ganz gern mal die Xbox 360 an um „selbst Eishockey zu spielen“.

Dein aktuelles Set beinhaltet ja auch eine DW 9002 Doppelfussmaschine. Gerade bei deiner Band Two Dollar Haircut fallen einem deine Doublebassdrum Parts sofort auf. Viele Profi-Drummer packen nach ihren Aussagen die Fussmaschinen ja einfach immer aus und legen dann los. Wie sieht das bei dir aus? Stellst du deine Dofuma genau ein, verwendest du Gegengewichte oder ähnliches?

Ich schraube schon ein bisschen rum, bis ich das Gefühl habe, die richtige Einstellung gefunden zu haben. Meistens sind die Fussmaschinen so aus dem Karton raus schon gut eingestellt, das ist richtig, aber ich habe auch viel mit der Federspannung rumexperimentiert. Da sind meine Einstellungen bei dem slave Pedal z.B. anders als beim Hauptpedal. Gewichte oder sonstiges benutze ich nicht, ich habe nur die Beater von der Filz- auf die Plastikseite gedreht.


Beim Stichwort Metal fällt einem als Musiker ja immer sofort Schnelligkeit ein und so legst auch du auf deinen Trommeln, sowohl mit Füßen, als auch Händen, eine ziemliche Geschwindigkeit hin. Wie lange hast du gebraucht um auf diese Tempi zu kommen, gab’s spezielle Übungen die du gemacht hast oder galt einfach das Motto: Kommt Zeit - kommt Geschwindigkeit?

Mit den Händen hat sich das einfach so über die Jahre entwickelt, ohne das ich da wirklich an Geschwindigkeit gearbeitet hätte. In den letzten Monaten, wo ich viel an L.O.D. Sachen gearbeitet habe, hab ich mich natürlich ein wenig ausführlicher mit Singles und Blastbeats und solchen Sachen beschäftigt. Aber gezielt auf Geschwindigkeit geübt hab ich bei den Händen eigentlich nie.
Was die Füße angeht, habe ich ein bisschen mehr getan. Ich habe z.B. Snare Warm-up Übungen und Rudiments mit den Füßen geübt. Die nötige Technik hab ich mir mit fleißigem Üben angeeignet. Die Geschwindigkeit und Ausdauer kommt dann mit der Zeit. Ich habe gemerkt, das sich da auch erst die entsprechende Muskulatur aufbauen muss um die Grenzen ständig zu erweitern.



Ähnlich wie dein Bruder hast auch du erst klassisches Klavier erlernt. Und genau wie dein Bruder bist du mittlerweile ein Drummer geworden der weit über dem Durchschnitt spielt. Hat dich damals dein Bruder auf die Musik gebracht oder seit ihr einfach eine musikalische Familie?

Im Gegenteil, ich wollte zuerst Schlagzeug spielen und habe ständig auf allen möglichen Dinge rumgetrommelt, bis unsere Eltern dann einem Bekannten ein Set abgekauft haben. Ulf hat dann auch schnell Gefallen und Interesse daran gefunden. Schlußendlich war er dann derjenige, der Unterricht bekommen hat und ich nicht. Ich habe mir dann alles selbst beigebracht und erarbeitet.
Ich würde schon sagen, das wir eine musikalische Familie sind, auch wenn unsere Eltern selbst kein Instrument spielen. Unser Vater ist ein riesiger Klassik Fan und was diese Musik angeht auch ein wandelndes Lexikon. Unsere Mutter ist eine begabte Sopranistin, die in ihrer Jugend leider nicht das Glück hatte, das man ihr Talent erkannt und gefördert hätte. Sie haben es auch erstaunlich ruhig hingenommen das wir beide Schlagzeuger werden wollten ;o)



Dein Bruder hat sich im Interview mit mir ja eher der „Jazzorierntierte“ bezeichnet und dich als als „Metalhead“. Da dürfte das gemeinsame jammen interessant werden?


Auf jeden Fall! Wenn wir zusammen trommeln, haben wir immer sehr viel Spaß. Wir haben beide unseren eigenen Stil und da treffen natürlich viele verschiedene Ideen und Ansätze aufeinander. Wenn wir das dann kombinieren kommen da immer sehr abgefahrene und originelle Dinge bei raus.
Wir haben jetzt zwei kleinere Shows mit Duo Kompositionen gemacht und die Resonanz war sehr sehr gut. Darüber hinaus haben wir schon einige Male zusammen im Auftrag einer Event Agentur auf Veranstaltungen wie der IFA und der Visit für Fujitsu-Siemens zusammen getrommelt. Da ging es um komplette Kompositionen, die dann audio-visuell an E-Drums, Flatscreens, Leinwänden, Lichtschranken, etc. umgesetzt wurden. Oft glauben uns die Leute auch nicht, das wir wirklich Brüder sind!


Hast du dich schon immer nur für härtere Musik interessiert, oder hat sich diese Musik für dich im Laufe deiner Trommlerkarriere herauskristallisiert? Welche Vorbilder gab es für dich damals, welche jetzt?

Ich bin über Jazz und Fusion zum trommeln gekommen. Diese Art von Musik mag ich auch immer noch sehr gern und spiele sie auch hin und wieder. Meine Helden waren damals Dave Weckl und Vinnie Colaiuta. Da liefen auch noch diese „Super Drumming“ Videos im WDR. Die haben wir uns immer mit Begeisterung angeguckt und danach versucht die Sachen nachzuspielen. Irgendwann hatten wir dann eine Satellitenschüssel und ich habe dann auf MTV „Alice In Chains“, „Living Colour“ und „Faith No More“ gesehen. Diese Musik hat mich direkt total fasziniert und begeistert. Die Energie, die Sounds.. kurz danach drückte mir jemand eine CD der Band „Primus“ in die Hand. Danach stand für mich fest, das es in die härtere Richtung gehen würde. Zu der Zeit stand ich dann total auf Will Calhoun und Tim Alexander. Ich habe dann das Trio „Absurt“ gegründet in dem wir Primus Songs gecovert haben und auch eigene Nummern in dem Stil geschrieben haben. Der Gitarrist gab mir dann nach einer Probe eine CD von „Meshuggah“..von dem Tag an war klar, das ich jetzt meine Füße trainieren muss um auch sowas spielen zu können.
Insgesamt ist mein Musikgeschmack sehr breit gefächert. In meinem CD Regal steht alles von Sting, Norah Jones, Chick Corea, Frank Zappa über Dredg, Porcupine Tree, Dave Matthews Band bis hin zu Slipknot, Killswitch Engage, Sevendust, etc.. auch viel obskures Zeug.
Was meine aktuellen Vorbilder angeht, da gibt es ein paar Drummer die mich immer wieder begeistern und inspirieren, z.B. Vinnie Colaiuta, Tomas Haake, Gavin Harrison, Virgil Donati, Morgan Rose.. wie du siehst, auch hier wieder ganz unterschiedliche Stilistiken..


Wenn du heute übst, gibt es da Techniken die du kontinuierlich zu verbessern oder noch mehr zu perfektionieren versuchst?

Ich arbeite zur Zeit an der Perfektionierung meiner „Heel-Toe“ Technik, um den Doublestroke Roll mit den Füßen noch ein wenig runder und schneller zu bekommen. Ansonsten übe ich, wie bereits erwähnt, wieder verstärkt Singles mit Händen und Füßen im Zuge von L.O.D. Da arbeiten wir grad an ein paar Nummern, die die Tempo-Messlatte wieder ein Stück weiter nach oben hängen. Davon abgesehen komme ich auch gar nicht so viel zum Üben, da ich, bedingt durch die Anzahl meiner Projekte, fast jeden Abend in der Woche eine Probe habe. Dadurch verbessert man sich natürlich auch. Man wird routinierter, besser im Zusammenspiel mit seinen Mitmusikern, etc.

Üben bedeutet bei Schlagzeug vor allem im Takt zu bleiben - dein Spiel ist äußerst präzise - nutzt du live oder im Studio als Hilfe den Click?

Im Studio nutze ich immer einen Click. Das macht die Sache einfach leichter. Man kann im Nachhinein noch umarrangieren, Parts kürzen, etwas hinzufügen, einzelne Stellen nochmals spielen wenn man ein ganz bestimmtes Feeling für den Part haben möchte, etc. Live spielen wir grundsätzlich ohne Click. Hauptsächlich um je nach Form, Laune oder Stimmung des Publikums mal Songtempi zu variieren, einen Solopart auszudehnen, und so weiter. Da geht es vor allem darum, spontan sein zu können und jedes Konzert individuell zu gestalten

Bleiben wir mal beim Thema Live. Du hast auf der Musikmesse Frankfurt auch live performed. würdest du das als einen Höhepunkt deiner Karriere bezeichnen, oder was war für dich bisher das wichtigste Ereignis?

Auf den Musikmessen in Frankfurt, Shanghai und in Ibbenbüren zu spielen, gehört sicherlich zu den Highlights, zumal dort ja sehr viel fachkundiges Publikum unterwegs ist. Wenn man da im Anschluß viele Komplimente bekommt und sogar Autogramme geben soll, ist man schon sehr stolz auf das, was man erreicht hat. Das absolute Highlight bisher war allerdings die China Tour mit Final Virus. Da haben wir unter anderem auf zwei Festivals mit jeweils 40.000 Zuschauern gespielt..was für eine Kulisse, überwältigend! Diese Kultur zu erleben, die Begeisterung der Menschen für deine Kunst, Abend für Abend vor so vielen Leuten zu spielen, das war wirklich der Hammer. Ganz oben auf der Liste steht auch der Support durch all die tollen Firmen, die mich mit Equipment unterstützen. Auf diesem Weg gezeigt zu bekommen, das Leute sich für deine Arbeit interessieren und begeistern ist großartig!

Du hast schon viel erreicht – was planst oder wünschst du dir für die Zukunft?

Ich würde mir wünschen, das die Alben von „Two Dollar Haircut“ und „Last One Dying“ erfolgreich werden und wir auch ein paar wichtige Leute im Musikbusiness überzeugen und auf unsere Seite ziehen können. Man arbeitet Jahre lang hart an einer Band, investiert viel Zeit, Geld und Nerven..ich wünsche mir einfach, das sich das alles mal auszahlt. Ansonsten stehen dieses Jahr hoffentlich viele Shows an, auf denen wir die Leute überzeugen und gut unterhalten können. Ich freue mich immer, neue Leute zu erreiche und kennenzulernen. Ausserdem hoffe ich, das das „St(r)ick Brothers“ Projekt dieses Jahr richtig and den Start geht und ich ein paar Duo Shows mit meinem Bruder zusammen spielen kann.


Kommen wir noch einmal auf L.O.D. zu sprechen - Last one Dying, so lautet der
Name der neuen Band, in der du den Beat vorgibst. Erzähl mal, wie habt ihr
euch gefunden, was macht ihr gerade?

 
Gefunden hatten wir uns in dem Sinne schon lange.. ;o) Alle, die an dieser Band beteiligt sind, spielen in Bands, in denen ich mitwirke, bzw. mit denen ich eng befreundet bin und aus diesem Umfeld kommen. Thorsten, der Lead Gitarrist und Pedi, der Bassist, spielen mit mir zusammen bei Recbow. Jan, der Frontmann, singt sonst bei Circle Of Grin, die schon viel mit Recbow unterwegs waren..und last but not least der 2. Gitarrist Andi, der Mitbewohner von Thorsten..was natürlich super ist, da können die beiden zu Hause zusammen üben und Material ausfeilen.
Zur Zeit arbeiten wir an neuen Songs um ein Live Set auf die Beine zu stellen. Anfänglich war ja alles nur als Spaß gedacht, quasi eine "veralberung" des Metalcore. Dann ist unsere EP aber so gut angekommen, das wir das Ding nun doch auf die Bühne bringen müssen.
Wir haben jetzt 9 Nummern fertig, es kann also bald auf die Bühne gehen...wir sind alle sehr gespannt!

 
 
Deine Drum Parts sind oft sehr schnell, wie anstrengend war für dich
persönlich die Produktion der CD, bist du an deine physischen Grenzen
gekommen?


Ich schreibe die drum parts eigentlich grundsätzlich so, das ich nie an meine Grenzen gehen muss. Das wäre wenig sinnvoll, gerade im Hinblick auf Konzerte. Stell dir vor du gehst auf Tour, da musst du deinen Kram Abend für Abend perfekt abliefern, wenn du da jedes Mal an deine Grenzen gehen müsstest, hast du keinerlei Spielraum, zumal man ja auch mal einen schlechten Tag haben kann. Wenn man dann versagt, wäre das sehr peinlich.
Die Herausforderung bei der L.O.D. Produktion lag vielmehr darin, die entsprechenden Klischees zu bedienen. Ich habe ja vorher nicht diese Art von Metal gespielt, also musste ich mich erst ein wenig in das Vokabular einarbeiten (z.B. Blastbeats). Es hat natürlich auch sehr viel Spaß gemacht, diese Dinge zu erarbeiten, ich mag solche Herausforderungen.

 
 
Wer schreibt bei euch die Songs und welche Rolle spielen die Drums im
 kreativen Prozess?

 
Die Songs schreibe ich eigentlich alle Zusammen mit Thorsten, dem Lead Gitarristen. Wir haben die Band Mitte letzten Jahres ins Leben gerufen und irgendwie hat es sich bewährt, das wir einen Song soweit ausarbeiten bis das Gerüst steht und wir ihn dann dem Rest der Band vorspielen. Dann wird hinzugefügt, gestrichen, umarrangiert, solange bis alle glücklich sind. Die drums sind im kreativen Prozess sehr wichtig, da die meisten rhythmisch geprägten Parts von einem drum groove ausgehen und die Gitarre diesen Part dann mitspielt. Die Melodie Parts gehen dann natürlich von der Gitarre aus. Meist ist es auch so, das ich die Songs am Ende dann arrangiere.
 

 
Habt Ihr mehr über die Musik disskutiert, oder hauptsächlich eingespielt
und dann ausgewählt?


Diskutiert haben wir eigentlich sehr wenig. Wir haben eine Richtung festgelegt, in die es gehen sollte und haben ziemlich direkt angefangen, an Material zu arbeiten. Die 4 Songs die jetzt auf der EP sind, haben wir in 6 Proben geschrieben und arrangiert. Direkt im Anschluß sind wir ins Studio gegangen und haben die Sachen eingespielt. Es gab also eigentlich nichts, das hätte ausgewählt werden müssen. Jetzt, wo es natürlich ein paar Songs mehr gibt, wird sich live dann rauskristallisieren was beim Publikum gut ankommt und was weniger gut. Wir befinden uns ja so gesehen selbst noch in der "Testphase".
 
 
Die CD beginnt und endet mit einem sehr harmonischen Klavierstück, das
ganze wirkt sehr gut abgeschlossen. Sind die einzelnen Tracks eine Art
Story?

 
Da ging es eigentlich mehr darum, die 4 Songs in ein schönes Gewand zu hüllen, damit die EP am Ende stimmig klingt. Ich persönlich finde so ein Intro immer schön, da es viel Stimmung/Spannung aufbaut, zumal es in diesem Fall von den Harmonien auch auf dem ersten track der CD basiert. Das Outro war dann die logische Konsequenz um aus dem "Inferno" wieder zurück in die Ruhe geholt zu werden. Die einzelnen Songs verbindet keine Story. Die gibt es aber zum Gesamtkonzept der Band, da geht es um griechische Mythology. Das in allen Details zu beleuchten würde aber hier den Rahmen sprengen und zu weit abschweifen. Das ist eine Geschichte, die an andere Stelle unser Gitarrist Thorsten sicherlich mal in allen Einzelheiten beleuchten wird.. ;o)


Bodo, vielen Dank für das Interview. Ich wünsche dir weiter alles Gute und hoffe wir treffen uns in naher Zukunft wieder einmal.
Zum Schluss noch ein Wort an den Nachwuchs?


Ihr spielt das coolste Instrument der Welt! Immer fleißig üben und an sich arbeiten, es wird sich auszahlen. Setzt euch konkrete Ziele, die ihr erreichen wollt und arbeitet auf diese hin. Glaubt an euch! Ausserdem finde ich es wichtig, viel verschiedene Musik zu hören, um seinen Horizont zu erweitern; seid offen für Alles! Und, am allerwichtigsten: habt Spaß!

DW
Collectors Maple


20"x18"
Bassdrum
8"x8"
Tom
10"x9"
Tom
12"x10"
Tom
14"x12"
Tom
13"x5,75"
Noble & Cooley Alloy Classic 150th Anniversary Snare
10"x6"
PDP 805 Sidesnare

 

ISTANBUL MEHMET - LP - Factory Metal

8"
Traditional Splash
10"
Traditional Splash
10"
Radiant China
16"
Radiant Sweet Crash
16"
Onurhan Thin Crash
18"
Radiant Thin Crash
18"
Traditional Swish
14"
Radiant Medium HiHat
20"
Radiant Murathan Hard Rock Ride
18"
Cross Bender
7"
Ice Bell

Hardware:
DW
9000er Hardware

Heads:
REMO

Sticks:
Ice Stix





Absurt
"Unsinnlos"
2001
Final Virus
"Superheroes & Phat Pink Elephants"
2002
Two Dollar Haircut
"Hate For Love"
2003
Absurt
"Außer Defekt"
2003
Final Virus
"Superheroes & Phat Pink Elephants" DVD
2003
Two Dollar Haircut
"Filtered Process"
2004
Final Virus
"Live from the Zappanale" DVD
2005
Recbow
"Ode To Summer"
2006
Last One Dying
"Anthems Of The Lost"
2006
Two Dollar Haircut
"Life At First Sight"
2007
 
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